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Gegenvorschlag ist eine Alibi-Übung

Leserbrief zur Konzernverantwortungsinitiative: Gegenvorschlag ist eine Alibi-Übung von Elias Meier, Präsident JCVP Kanton Luzern

 

Leserbrief aus der Luzerner Zeitung vom 12. Juni 2020 zum Artikel «Konzernverantwortungsinitiative: Goliath gegen Goliath», Ausgabe vom 9. Juni

Als Präsident der JCVP Luzern ist für mich die Einhaltung der Menschenrechte und Umweltstandards eine Selbstverständlichkeit. Freiheit und Verantwortung gehören für mich unbestritten zusammen, und eine freie Wirtschaft funktioniert nur mit einem klaren, rechtsstaatlichen Rahmen.

Wir sind ein wohlhabendes Land mit gut funktionierendem ethisch-moralischem Kompass, so tragen unsere Unternehmen eine besondere Verantwortung. Und genau dies ist das Anliegen der Konzernverantwortungsinitiative: Unternehmen sollen verantwortungsvoll handeln, und zwar verbindlich und über unsere Landesgrenzen hinaus.

Leider hat es das Parlament verpasst, sich auf einen griffigen Gegenvorschlag mit verbindlichen Haftungsregeln zu einigen. Der übrig gebliebene Gegenvorschlag des Ständerats ist eine wirkungslose Alibi-Übung und bringt die bürgerlichen Parteien in die Bredouille. Denn bei der Basis verschiedener bürgerlicher Parteien dürfte die Initiative mehr Rückhalt geniessen als dies die Haltung der Parteileitungen und Parlamentsfraktionen vermuten lassen.

Wer sich wirklich um Menschenrechte und die Umwelt kümmert, muss jetzt für die Konzernverantwortungsinitiative einstehen.

Elias Meier, Oberkirch,
Präsident JCVP Kanton Luzern

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